
Als Plakatmotiv zur neuen Ausstellung dient der mehrfarbige Holzschnitt «Schulpause im Winter» von Cuno Amiet, den dieser seinem Freund Sigismund Righini schenkte.
Die beiden waren freundschaftlich verbunden, teilten ein ähnliches Kunstverständnis und stellten zusammen aus. Auch als sich ihre Malerkarrieren unterschiedlich entwickelten, blieben sie einander zugewandt. Righini, der seine Malerei zugunsten seines Engagements in der Kunstpolitik und Kunstförderung zurückstellte, verhalf dem Freund hie und da zu Aufträgen und Ausstellungsmöglichkeiten. Gut möglich, dass sich Amiet mit dieser Schenkung für die Unterstützung bedankte.
Dargestellt ist eine winterliche Szene vor dem Schulhaus auf der Oschwand, das schräg gegenüber von Amiets Wohnhaus stand. Vom selben Sujet hatte Amiet auch ein Ölbild gemalt, das heute leider verschollen ist. Das Bild fällt im Œuvre von Cuno Amiet etwas aus dem Rahmen. Die vielen Figuren, das Gewusel, die Bewegung sind eher untypisch. Umgekehrt passt die Szenerie zu seiner Vorliebe für Winterlandschaften. Zudem ist sie Ausdruck seiner Freude am Experimentieren mit verschiedenen Techniken. In der Ausstellung sind neben seinen Gemälden auch Aquarelle, Lithografien und ebendieser Holzschnitt zu entdecken. – Nicht verpassen!
