
«Z’Basel isch Herbschtmäss!» – Dazu passt diese Jahrmarktszene von Willy Fries. Das Bild ist zwar nicht in Basel entstanden, fängt aber sehr schön das bunte Treiben auf dem Rummelplatz ein.
Das Karussell dreht sich, die Schaukel fliegt in die Höhe, Schaulustige wuseln herum und bunte Luftballons sind aufgetürmt. Diesen Budenzauber hat Willy Fries in zwei Fassungen gemalt. In einer leicht dahingepinselten kleinen Ölskizze auf Karton und in einem klassisch gegenständlichen Grossformat auf Leinwand. Letzteres wirkt im Vergleich zur maltechnisch kühnen Ölstudie eher brav und konventionell. Dafür lassen sich auf dem Gemälde viele liebevoll ausgestaltete Details erkennen. So oder so gewinnt man beim Betrachten einen Eindruck vom fröhlichen und wirbligen Getümmel. Nun fehlt nur noch der Duft von gebrannten Mandeln in der Luft!
Die Tradition der Basler Herbstmesse reicht bis ins Mittelalter zurück. Im Anschluss an das Konzil von Basel verlieh Kaiser Friedrich III. im Jahr 1471 auf dem Reichstag zu Regensburg der Stadt Basel das Privileg, alljährlich zwei grosse Handelsmessen durchzuführen, eine vor Pfingsten und eine im Herbst vor dem Martinstag. Während die Frühjahresmesse nur kurzen Bestand hatte, blieb die Herbstmesse ohne Unterbrechung bis heute erhalten. Sie ist damit der älteste Jahrmarkt der Schweiz. (Quelle: Wikipedia)
