

![Hanny Fries: Ohne Titel [Rauchender Dampfer I], um 1980, Aquarell auf Papier, Inv. Nr. HF 128. Foto: Reto Pedrini © Stiftung Righini-Fries Zürich Hanny Fries: Ohne Titel [Rauchender Dampfer I], um 1980, Aquarell auf Papier, Inv. Nr. HF 128. Foto: Reto Pedrini © Stiftung Righini-Fries Zürich](https://www.righini-fries.ch/wp-content/uploads/2024/03/S1-1024x906.jpg)
Zum Weltwassertag am 22. März drei «Seestücke» von Sigismund Righini, Willy Fries und Hanny Fries. Das Element Wasser taucht in vielen ihrer Landschaftsbilder auf.
Wasser als Bildmotiv erlaubt das Experimentieren mit Blautönen, Spiegelungen und Wellenformationen. Jeder der drei wählte dabei einen eigenen Zugang. Righini zeigt uns unberührte Wasseroberflächen, die sich in Form eines all-over-Effekts bis an den Horizont ziehen und evoziert damit ein Gefühl der Weite und Offenheit. Wasser und Himmel sind nicht klar voneinander geschieden, eine Küste oder ein Landstrich sind oft nur als ein Streifen im Vorder- oder Hintergrund auszumachen.
Für Willy Fries ist das Wasser in erster Linie eine natürliche Staffage in seinen realistischen Landschaftsschilderungen wie hier bei der Darstellung des Aegerisees in Zug. Er beobachtet die Lichtstimmung sehr genau und fängt die Reflexionen von Bergen und Wolken im Wasser ein.
Hanny Fries wiederum malt Wasser oft im Kontext mit Stränden, Schiffen oder Häfen. Der Hafen als Ort des Ankommens und des Aufbruchs hat sie stets fasziniert. In diesem Bild allerdings ist kein sicherer Hafen in Sicht. Das Dampfschiff ist allein auf weiter See und kämpft gegen die Elemente. Dieses Bild steht gewissermassen in der Tradition der «Marinemalerei». Die Entwicklung des Seestücks als eigenständiges Thema begann im 16. Jahrhundert und gelangte im 17. Jahrhundert in den Niederlanden zu einer ersten Blüte. Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Meer nie allein dargestellt, Schiffe aller Art waren die Hauptthemen. Besonders beliebt waren dramatische Szenen in Form von Seeschlachten, Schiffbrüchen oder Booten auf stürmischer See. Die Romantiker im 19. Jahrhundert bemühten sich um die Wiedergabe eines Gefühls der Unendlichkeit und «entdeckten» die Darstellung der «leeren See». Die Naturgewalten Wellen, Wasser, Wind und Sonne sollten die Hauptrolle spielen, ohne Anzeichen menschlichen Handelns. Seither haben sich die Darstellungen von Wassermotiven diversifiziert. (Quelle: Wikipedia)
Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt. Ziel des von der UNESCO ins Leben gerufenen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Wasser ist eine begrenzte und zunehmend knapper werdende Ressource. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto «Wasser für den Frieden (Water for Peace)».